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VIVAWEST Herbst Challenge

Vivawest Herbst Challenge war großer Erfolg

 

Seit gestern ist sie leider vorbei, die Vivawest-Marathon Herbst Challenge. 10 Tage lang gab es Laufspaß pur im und um den Nordsternpark in Gelsenkirchen.  Als Ersatzveranstaltung für den ausgefallenen Vivawest-Marathon war der Lauf an den Start gegangen.  Am Ende wurde doch viel mehr daraus.
Über 1200 LäüferInnen gingen binnen der 10 Lauftage an den Start. Hinzu kamen noch über 100 WalkerInnen. Und genau das war auch das Konzept der Veranstaltung. Es sollte etwas für Alle dabei sein.
Und so kam es dann auch. Vom ambitionierten Läufer bis zum Lustläufer, vom Sprinter bis zum Kilometerfresser.  Alle liefen auf der landschaftlich sehr schönen Strecke einträchtig nebeneinander. Und das nutzten viele Sportlerinnen gleich mehrfach.  10 Starts, also einer pro Tag, waren möglich.
Auch über die angebotenen Distanzen war die Palette sehr breit gefächert. Es gab separate Wertungen über 5 , 10 , 20 und 40 Kilometer.  Außerdem gab es Ergebnislisten über die meisten Starts und die meisten gelaufenen Kilometer.

Somit waren die Grundlagen für ein tolles Lauffest gelegt. Jetzt musste nur noch eine schöne Laufstrecke her. Und hier übertraf sich der Veranstalter Vivawest meiner Meinung nach selbst.
Vor der Hauptverwaltung des Konzerns genau unter dem Förderturm war Start und Ziel der Runde. Einen beeindruckenderen Platz hätte man dafür nicht wählen können.  Und hoch über allem thronte Herkules und wachte über das Ganze.
Die 5 Kilometer führten dann zu großen Teilen durch den Nordsternpark. Der wurde seinerzeit als Bundesgartenschau angelegt und ist für sich schon ein Hingucker.  Aber auch das typische Ruhrgebiet kam nicht zu kurz. Immer wieder sorgten alte Industrieanlagen für Abwechslung und dienten als Fotomotiv. Über einige Brücken wurde der Rhein Herne Kanal und die Emscher überquert. Letztere riecht zwar nicht so gut, gehört aber genauso zum Ruhrgebiet wie etwa Zeche Zollverein.
So hatte man eine sehr abwechslungsreiche Strecke zur Verfügung,  auf der einem nicht langweilig wurde.
Als Untergrund gab es meist gelenkschonenden, feinen Schotter. Der Asphaltanteil war sehr gering.
Im Ziel durfte man sich dann sogar noch auf einen Verpflegungspunkt freuen. Hier wurden Wasser, Isogetränke und Schorlen angeboten. Auch an einen Toilettenwagen hatte man gedacht.

Das Beste aber kommt bekanntlich zum Schluss.  Da mag sich mancher denken,  was man wohl für ein solch komplexes Laufevent an Startgeld hinblättern muss.  Darüber brauchte sich aber niemand Sorgen zu machen. Denn obwohl zu den bereits genannten Leistungen noch die elektronische Zeitmessung, eine Medaille und ein Funktionsshirt und eine Online Urkunde kommt, kostete der ganze Spaß nur läppische 10 Euro . Das der Veranstalter Vivawest hier drauf zahlte, ist völlig klar und muss man ihm hoch anrechnen.

Aber das wissen viele LäüferInnen aber auch zu schätzen. Viele wollen sich deshalb auch für den Vivawest Marathon im Frühjahr anmelden.
Und der größte Teil der StarterInnen würde sich eine neue Auflage der Herbst Challenge im nächsten Jahr wünschen.  Dann hätte Vivawest 2 Laufveranstaltungen an Start. Bei dem großen Herz, das der Wohnungsbaukonzern für die LäüferInnen gezeigt hat, halte ich das nicht für ausgeschlossen.

Auch das Laufteam ist komplett von dem Laufevent begeistert.  Darum ging man auch mit 8 StarterInnen ins Rennen.  Und durch das breite Angebot an Strecken waren alle gemeinsam unterwegs.  Am Ende brachten sie es  auf sehr gute 425 Gesamtkilometer . Darauf kann man stolz sein.

Die Wertung für die meisten gelaufenen Kilometer war wie gemacht für die Krayer UltraläuferInnen . Hier trumpften sie dann auch groß auf.
Hier belegten Biggi Schmalz  (110 Kilometer/6 Starts) und Birgit Jahn (100 Kilometer 4 Starts) die Gesamtplätze 2 und 3 ! Und als einzige der fast 500 gestarteten Frauen liefen sie die 40 Kilometer.  Birgit finishte in 4:41:43 Std. , Biggi kämpfe sich nach 5:13:25 Std.ins Ziel .
Bei den Männern belegt Ralf Schuster bei 5 Start 120 Kilometer zurück. Das ist am Ende ein guter 5. Gesamtrang.
Über 10 Kilometer gab es für uns weitere tolle Ergebnisse.
Annette Richters ist im Moment gut drauf und stellte das auch unter Beweis .  In guten 57:27 Min. holte sie sich einen tollen 6. Platz in der W40.
Ulrike Backhaus- Müller war in der W60 gut dabei.  In 1:07:58 Std. lief sie sogar bis auf Platz 3.
Christiane Nowicki war mit 1:07:23 Std. noch etwas schneller. Sie wurde 12. In der W50.
Andreas Haase lief gleich nach seinem Urlaub den 10er. In 54:29 Min. wurde es Platz 23 in der M55.
Trotz Verletzung stellt sich Jerome Chialo in den Dienst des Teams und steuerte 2 Läufe und 15 Kilometer  bei. Über 5 Kilometer wurde es in der starken M50 in 31:20 Min. Immerhin Rang 72.

 

Bericht und Foto: Ralf Schuster