MARATHON JUBILÄUM BEIM BALLONATHON FINALE IN BÖNEN

Birgit macht die 100 voll !

Am Sonntag stand für Birgit Jahn ein ganz besonderes Ereignis an. In Bönen stand für die Läuferin aus dem Laufteam des TC Kray der 100. Marathon auf dem Programm.

Um diese Tolle Zahl zu erreichen,  hatte sie gar nicht so lange gebraucht. Vor ziemlich genau 7 Jahren gab sie ihr Debüt auf der Marathondistanz. Beim VIVAWEST Marathon in Gelsenkirchen war es dann so etwas wie ein Heimspiel für die Essenerin. Schon damals begleitete sie Ralf Schuster und unterstützte sie nach Kräften. Auch heute sind die 2 immer noch als eingespieltes Team unterwegs. Manche Dinge ändern sich zum Glück nie.  Unterstützung braucht Birgit heute allerdings nicht mehr. Als Erfahrene Läuferin gibt sie ihre große Erfahrung jetzt gerne als Brems- und Zugläuferin an Marathon Neulinge weiter .

Für ihr Jubiläum hatte sie sich den Ballonathon in Bönen ausgesucht.  Und das natürlich nicht ohne Grund.  Denn diese besondere Laufserie ist ihr sehr ans Herz gewachsen. Unter dem Motto“ Laufempfehlung unter Lauffreunden “ gab es 8 tolle Strecken hübsch verteilt über NRW und bestens markiert.  Wichtig ist ihr aber vor allem der gute Zusammenhalt in der größer werdenden Gruppe der Ballonathonies. Denn das Motto ist nicht nur eine leere Worthülse. Jeder hilft jedem , Freundschaften sind entstanden. Hier muss man Jan Philipp Struck  erwähnen.  Trotz seiner jungen Jahre ist er der Vater des Ballonathon. Unermüdlich hält er diese Serie im wahrsten Sinne des Wortes am Laufen .Und Unterstützung ist ihm jederzeit sicher.  So gab es zum Beispiel an diesem Wochenende  eine spontane Verpflegungsstelle von  einem Ballonathoni. Danke nochmals dafür!

Für Birgit startete ihr ganz besonderer Lauf auf einem Parkplatz ziemlich unspektakulär.  Nach dem obligatorischen Eintrag in die Zeittafel ging es dann um 8 Uhr los. Heute war Mal keine Runde,  sondern eine Pendelstrecke von 21,1 Kilometer Länge zu laufen. Großer Vorteil ist hier, dass man ziemlich oft Kontakt zu seinen Mitstreiter hat. So kommt es unterwegs immer wieder zu kurzen Gesprächen.  Das fehlt in Zeiten der Corona Pandemie oft .
Das Wetter fühlt sich aber eher wie Herbst an. So richtig warm ist es mit 10 Grad leider nicht. Die ganze Zeit begleitet uns ein böiger Wind. Bis zum Mittag muss immer mal wieder die Regenjacke ausgepackt werden. Mehr als etwas Nieselregen gibt es aber nicht.
Zum Glück hat die Natur aber schon gemerkt, dass Frühling ist. Nach dem grauen Winter sind die Farben zurück gekehrt und streicheln unsere Seelen. Das tut so gut . Allgegenwärtig ist dieses leuchtende   gelb der blühenden Rapsfelder. Aber auch Löwenzahn und Sumpfdotterblume malen weiter gelbe Tupfer in die Landschaft. Viele Felder beeindrucken mit unzähligen Grüntönen  und bilden einen schönen Kontrast zum satten braun der frisch gepflügten Felder .Vergissmeinnicht, Wilde Möhre und Mohn  machen das Farbspektrum mit blau, weiß und rot perfekt

Motiviert von dieser wunderschönen Kulisse kommen wir gut in Tritt. Auf den ersten 10 Kilometern begleiten uns nur selten ein paar Bauernhöfe.  Es ist einsam, nur ganz vereinzelt trifft man Spaziergänger oder Wanderer. Es ist flach und geht immer wieder lange geradeaus.  Man kann immer weit sehen, verlaufen ist so gut wie ausgeschlossen. Wir genießen es, die Zeit fliegt dahin. Die Strecke ist sehr Asphalt lastik. Das ändert sich aber nach der Hälfte des Weges grundlegend. Am VP füllen wie noch mal unsere Flaschen. Wir werden es auf unserem Weg nach Fröndenberg brauchen.
Denn der größte Teil der etwa 380 Höhenmeter versteckt sich nämlich auf den nächsten 20 Kilometern bis zum Wendepunkt und dem Rückweg bis zu VP.

Dafür wird es jetzt richtig schön.  Wir sind oft auf Feldwegen unterwegs oder auch Schotter ist immer öfter unser Untergrund.  Vereinzelte Singletrails sind eindeutig die Highlights des Kurses.
Bestens gelaunt erreichen wir den Wechselpunkt. Ab hier geht es überwiegend bergab. Jetzt macht es uns sogar noch etwas mehr Spaß . Wir treffen noch einige MitläuferInnen und tauschen uns aus . Auf die Zeit kommt es uns ja nicht an. So fliegt die Zeit dahin . Auf den letzten 5 Kilometern zieht sich der Himmel leider etwas zu. Es wird bedrohlich dunkel . Ein Gewitter droht .
Aber Petrus muss ein Läufer sein. Wir bleiben trocken und im Ziel kommt wie auf Bestellung die Sonne heraus. Das ist fast etwas kitschig,  man hätte es nicht besser planen können!

Nach 5:30 Std. sind wir zurück im Ziel. Ich gratuliere Birgit herzlich.  Sehe ich da ein Tränchen in ihrem Auge? Klar ist sie ziemlich gerührt.  Aber ich muss auch selbst kurz schlucken.  Es war schon sehr emotional.  Und genau so soll es sein.
Wir stoßen natürlich noch auf ihren 100. Marathon an.


Und Kuchen gehört für uns natürlich auch mit dazu . Und zu Streuselkuchen  treffen wir uns noch mal Nachmittag zu Hause und lassen den Tag nochmal Revue passieren. Es war eine weitere Perle in der langen Kette unserer gemeinsamen Läufe.
Seit Corona laufen wir noch intensiver. Die Pandemie hat uns zusammen geschweißt,  wir sind Freunde geworden. Und wie ich schon am Anfang meines Berichts sagte , passt auch jetzt wieder wie die Faust aufs Auge. „Manche Dinge ändern sich nie!“. Daran glaube ich, zumindest so lange wie möglich!

 

Bericht und Foto: Ralf Schuster

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